Ärztehaus am Elsterpark
Nonnenstraße 44, 04229 Leipzig
Historie des Ärztehauses am Elsterpark
- 1946
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Am 1. April wird in den ehemaligen Lagerräumen der Firma Tittel + Krüger, Nonnenstraße 44, ein Ambulatorium für Geschlechtskrankheiten eröffnet.
Nach dem Befehl Nr. 30 der sowjetischen Militäradministration (SMAD)
vom 12. Februar 1946 "Zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten durch Errichtung eines Netzes von Behandlungs- und Beratungsstellen" wurden
in der sowjetischen Besatzungszone viele Einrichtungen dieser Art geschaffen,
um der Ausbreitung von Gonorrhoe und Syphillis zu begegnen.
Zum Leiter des Ambulatoriums wurde vom damaligen Kreisarzt
ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten berufen.
Neben dem Hautarzt arbeiteten im Ambulatorium zwei Schwestern,
drei Fürsorgerinnen und eine Aufnahmekraft.
Am 16. Mai nimmt die erste Stadbezirksärztin im Stadtbezirk Leipzig Südwest ihre Arbeit in der ersten Etage des Hauses auf.
Im Juli wird eine Tuberkuloseberatungsstelle im Hofanbau eingerichtet.
- 1948
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Ein Zahnarzt nimmt seine Tätigkeit auf und ein medizinisches Labor entsteht.
- 1949
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Ein Kinderarzt kommt mit einer eigenen Abteilung hinzu.
- 1950
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Am 1. August beginnt ein Facharzt für Innere Medizin seine Tätigkeit.
Mit dessen Berufung wird aus dem Ambulatorium die Poliklinik Südwest.
In den folgenden Jahren kamen weitere Abteilungen bzw. Ärzte hinzu.
1952 die Krankengymnastik, 1955 ein Gynäkologe, 1961 ein weiterer Zahnarzt,
1962 eine Fachärztin für Allgemeinmedizin, 1969 eine Diabetesambulanz und
1974 die orthopädische und chirurgische Abteilung. Wegen Platzmangel im
Hauptgebäude entstand ein vielgliedriges Netz von 18 medizinischen Fachabteilungen
in 22 Außenstellen mit 51 ärztlichen und zahnärztlichen Arbeitsplätzen,
deren Mittelpunkt die Poliklinik in der Nonnenstraße 44 war.
Von 1971 bis 1980
entstanden Außenstellen für Neurologie-Psychiatrie,
4 zahnärztliche Abteilungen
mit einem zahntechnischen Labor,
eine HNO-Abteilung, eine Gemeindeschwesternstation,
eine Abteilung Jugendgesundheitsschutz mit kinderneuropsychiatrischer und psychologischer
Abteilung.1980 arbeiteten 280 Mitarbeiter in der Poliklinik, die alle im staatlichen
Gesundheitswesen der DDR angestellt waren. Ein 1976 geplanter Neubau mit 40 ärztlichen
Arbeitsplätzen konnte wegen staatlicher Finaznot nicht realisiert werden.
- 1990 bis 1992
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Selbstauflösung der Poliklinik durch freiwillige Niederlassung der Ärzte
unter Nutzung der zahlreichen Außenstellen als Praxissitz.
Inventar und medizinische Geräte wurden den niederlassungswilligen Ärzten meist
großzügig von der Stadt Leipzig überlassen. Das staatliche Gesundheitswesen mit
seinen Polikliniken, den angestellten Ärzten und medizinischem Fachpersonal sowie
der einheitlichen Krankenkasse hörte auf zu existieren.
Im Rahmen der Eigentumsrückübertragung übernahm zunächst die Treuhand
die Gebäude
in der Nonnenstraße 44-46. Später später wurden diese von der BUGA-Partners GmbH
saniert und zu einem Ärztehaus ausgebaut.
- 1993
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Am 1. Oktober 1993 wagen 9 freiberuflich tätige Ärzte mit etwa 20 Angestellten
den Neuanfang, darunter die Fachdisziplinen Allgemeinmedizin, Augenheilkunde,
Chirurgie, Gynäkologie, HNO, Innere Medizin, Kieferorthopädie, Neurologie/Psychiatrie,
Radiologie und Zahnheilkunde.
Daneben öffnen eine Apotheke, ein Hörgerätezentrum und
eine Physiotherapie.
- 1996
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Am 18.07.wechselt das Ärztehaus den Besitzer. Neuer Besitzer wird die Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft mbH Wiesbaden.
- 2005
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Im Dezember wird die radiologische Praxis von den Ärzten aufgegeben.
- 2006
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Im Januar eröffnet ein zahntechnisches Labor.